Arbeit im Rehazentrum

Eine Mitarbeiterin erzählt:

Vor ein paar Jahren lernte ich eine Mitarbeiterin einer anderen Hilfsorganisation kennen. Wir tauschten uns über unsere interkulturellen Erfahrungen aus und sie erzählte mir über ihre Arbeit in Indonesien. Wir blieben in Kontakt. Da sie von meinen beruflichen Qualifikationen wusste, kam es nach einer Weile zu einer Einladung  . . . und nach einem längeren Sprachstudium zu meinem ersten Arbeitstag in dem Rehazentrum.

Das Rehazentrum ist eine geschlossene Einrichtung, das Menschen auffängt, die aus verschiedenen schwierigen, sozialen Verhältnissen kommen und mental sowie emotional verwundet sind. Viele kommen aus Situationen, in denen sie auf ein oder die andere Weise missbraucht wurden und mit Suchterkrankungen zu kämpfen haben. Andere haben “nur” eine körperliche Behinderung. Wiederum andere haben psychiatrische Erkrankung, wie z. Bsp. Schizophrenie, Psychosen, Depression, Dissoziative Identitätsstörung, usw. Die meisten haben zu ihren Familien keinen Kontakt mehr, da die Familien mit ihnen kaum zurechtkommen. 17 Frauen wohnen in einem kleinen Haus auf dem Grundstück und 25 Männer sind in einem kleinen Haus in der Nachbarschaft untergebracht.

Ich arbeite gerne in der Rehaeinrichtung. Bisher war ich am frühen Morgen für den Fitnessport verantwortlich. Dies ist das einzige Mal am Tag, an dem die Patienten ‘richtig’ Bewegung bekommen. Danach führe ich beratende Einzelgespräche mit verschiedenen Personen . . . im Schatten unter einem Baum, da es dafür keine Räumlichkeiten gibt.

Mein Wunsch und mein Ziel ist es, indonesisches Personal darin auszubilden, diese Menschen zu begleiten und ihnen weiter zu helfen.